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Manufaktur

Deine Rahmenfarbe am echten Foto, nicht am Farbfeld

Farbe auszusuchen ist der schönste Teil beim eigenen Rad und gleichzeitig der schwierigste. Ein Quadrat auf dem Bildschirm verrät nicht, wie derselbe Ton auf einem runden Rohr wirkt, im Licht, mit Glanz und Schatten. Genau das haben wir für den Konfigurator gelöst.

Lackmuster in vielen Farbtönen nebeneinander

· 4 Min. Lesezeit · Aus der Manufaktur

Aus der Werkstatt der bikeOgroup in München-Giesing – Familienbetrieb im Fahrradfachhandel seit 1987.

Warum Farbfelder in die Irre führen

Ein Lack hat keine Farbe, er hat eine Farbe pro Lichtsituation. Auf einem Oberrohr siehst du in derselben Sekunde die helle Spiegelung oben, die satte Fläche in der Mitte und den fast schwarzen Rand unten. Ein flaches Farbquadrat zeigt davon genau nichts – deshalb ist die Enttäuschung vor dem echten Rad so häufig.

Dazu kommt der Bildschirm. Derselbe Ton wirkt auf einem warmen Handydisplay anders als auf einem kühlen Monitor. Dagegen kann keine Software etwas ausrichten. Was sie kann: den Ton wenigstens in der richtigen Form und im richtigen Licht zeigen.

Was hinter dem Bild steckt

Für jedes Modell haben wir aus dem Studiofoto eine sogenannte Rahmenkarte erzeugt. Sie merkt sich für jeden einzelnen Bildpunkt drei Dinge: ob er zum lackierten Rahmen gehört, wie hell er im Original war und wie stark er glänzt. Das Foto selbst bleibt unangetastet.

Wählst du eine Farbe, wird nur die Fläche des Rahmens neu berechnet: Der Grundton kommt aus deiner Wahl, die Helligkeitsverteilung und der Glanz bleiben die des echten Fotos. Deshalb sieht der Verlauf am Sitzrohr richtig aus, die Schweißnaht bleibt sichtbar und der Schriftzug verschwindet nicht.

Ein Detail, das erstaunlich viel Arbeit war: matte und glänzende Lacke brauchen unterschiedliche Grenzen für das, was noch Glanz ist und was schon Spiegelung. Ohne diese Unterscheidung kippten kräftige Rottöne auf matten Rahmen ins Rosa.

Warum Felgen und Schutzbleche immer schwarz sind

Am echten Rad ist nur der Rahmen lackiert. Felgen, Reifen, Schutzbleche samt Streben, Gepäckträger, Kettenschutz, Vorbau und Sattelstütze sind schwarz, egal welche Rahmenfarbe du wählst. Genau so zeigt es der Konfigurator: Diese Teile sind auf dem Konfigurator-Foto vorher geschwärzt und ändern sich nicht mehr mit.

Was dagegen mitfärbt, ist alles, was in der Lackiererei mitläuft – zum Beispiel die Bremsaufnahme an der starren Gabel. Kette, Kassette, Bremsscheiben und der Reflexstreifen am Reifen bleiben, wie sie sind. Das Bild soll dem Rad entsprechen, das später im Laden steht, nicht einer Illustration.

Welche Modelle es schon können

Nicht jedes Modell hat die Rahmenkarte schon. Wir arbeiten sie einzeln ab und schalten jedes Rad erst frei, wenn es wirklich sitzt – lieber eine Woche später als mit einem cremefarbenen Rest an der Schutzblechstrebe. Wo die Karte noch fehlt, zeigt der Konfigurator weiterhin das Modellfoto und die Farbe wird im Laden am Farbregal gewählt.

City und Motion K bekommen bewusst keine Auswahl: Diese beiden Modelle gibt es nur in Schwarz.

So probierst du es aus

Im Konfigurator gehst du Schritt für Schritt durch Größe, Rahmenfarbe, Ausstattung und Zubehör, die Vorschau aktualisiert sich dabei mit. Der Preis läuft mit, und am Ende kannst du das Ganze als Anfrage schicken – das Datenblatt mit allen Daten bekommst du danach als PDF.

Und wer lieber vor dem echten Farbmuster steht: Im Laden in Giesing liegen die Muster aus. Das bleibt die ehrlichste Methode, den Bildschirm ersetzt sie nicht, aber sie hilft beim letzten Zweifel zwischen zwei Tönen.

Ein Farbfeld zeigt einen Ton. Ein gerechnetes Foto zeigt, wie dieser Ton auf deinem Rahmen liegt – mit Glanz, Schatten und allem, was schwarz bleibt.

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