Verleih
Was bei der Übergabe eines Mietrads zählt
Beim Mietrad entsteht Ärger fast nie während der Fahrt, sondern bei der Rückgabe – wenn unklar ist, ob ein Kratzer vorher da war. Deshalb nehmen wir uns bei der Übergabe ein paar Minuten und halten fest, wie das Rad aussieht. Das schützt beide Seiten, und zwar in beide Richtungen.

· 4 Min. Lesezeit · Unterwegs
Aus der Werkstatt der bikeOgroup in München-Giesing – Familienbetrieb im Fahrradfachhandel seit 1987.
Der Zustand wird festgehalten, nicht erinnert
Bei der Übergabe notieren wir den Zustand des Rades und machen auf Wunsch Fotos dazu. Beides hängt am Mietvorgang, nicht an einem Zettel, der verloren geht. Bei der Rückgabe steht dasselbe noch einmal an, und dann liegt der Vergleich vor.
Fotos sind freiwillig. Sie helfen aber genau dann, wenn es darauf ankommt – ein dokumentierter Kratzer ist ein erledigter Kratzer.
Was du vor dem Losfahren prüfst
Sattelhöhe zuerst: Bei durchgedrücktem Bein soll die Ferse das Pedal unten gerade erreichen. Wir stellen das bei der Übergabe ein, aber es lohnt sich, nach den ersten Metern noch einmal nachzujustieren.
Dann beide Bremsen im Stand ziehen und das Rad vor- und zurückschieben – es muss blockieren. Licht einschalten, wenn es dämmern könnte. Und einmal prüfen, ob das Schloss zu dir passt: Ein Schloss, das man nicht bequem mitführt, wird nicht benutzt.
Unterwegs: was normal ist und was nicht
Ein Mietrad wird von vielen Menschen gefahren, deshalb kann sich etwas setzen. Eine Schaltung, die nach ein paar Kilometern leicht nachklappert, ist unkritisch. Ein schleifendes Geräusch aus der Bremse, ein weicher Reifen oder ein Hebel, der plötzlich weiter durchgeht, sind es nicht.
In dem Fall bitte anhalten und anrufen, statt weiterzufahren. Wir tauschen lieber ein Rad, als eine Panne unterwegs zu verwalten.
Die Rückgabe
Zurück geht das Rad dort, wo du es geholt hast, in Giesing. Wir sehen es gemeinsam an, halten den Zustand fest und schließen den Vorgang ab. Wenn unterwegs etwas passiert ist, sag es einfach – ein gemeldeter Schaden ist deutlich einfacher zu klären als einer, der auffällt.
Plane die Rückgabe innerhalb der Öffnungszeiten ein; außerhalb bleibt das Rad bis dahin bei dir.
- Am Anfang
- Zustand festhalten, Sattel einstellen, Bremsen prüfen
- Unterwegs
- Bei Bremse, Reifen oder Druckpunkt lieber anrufen
- Am Ende
- Gemeinsam ansehen, Schäden offen ansprechen
Der festgehaltene Zustand bei der Übergabe ist der beste Schutz für beide Seiten. Fünf Minuten Sattel, Bremsen und Licht am Anfang ersparen die längere Diskussion am Schluss.
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